Das Buusenkollektiv e.V.

“Das BUUSENKOLLEKTIV e. V.” ist ein gemeinnütziger Verein von Betroffenen für Betroffene, der sich für einen neuen, revolutionären Umgang mit Brustkrebs einsetzt. Der Verein bietet verschiedene Angebote und Projekte an, die zur Lebensqualität und zu mehr Selbstbewusstsein von Betroffenen beitragen sollen. Laut, frech und wild möchten die Mitglieder des Buusenkollektivs das Thema Krebs aus der Tabu-Zone zu holen und zeigen, dass man trotz dieser Krankheit ein wunderbares, selbstbestimmtes Leben führen kann.

 

Gruppengröße: ca. 45 Personen

Altersdurchschnitt: 25-55 Jahre

Webseite: www.dasbuusenkollektiv.de

Instagram: @dasbuusenkollektiv

 

Dein Kontakt

Das sind wir

Während einer Pandemie Krebs zu bekommen, macht schnell einsam. Freund*innen und Familie zu treffen, war maximal erschwert. Austausch unter Betroffenen: Fehlanzeige. Der Lockdown hielt alle zu Hause, Selbsthilfegruppen fanden über einen langen Zeitraum nicht statt. “So fühlte es sich bei uns an, als wir 2020 an Krebs erkrankten. Ungefragt, ungeplant und ungewollt landeten wir in der Tabuzone: Im Krebskosmos”, fassen die beiden Gründerinnen des Buusenkollektivs, Rhea Seehaus und Lena Gerst, ihre Gefühlslage während ihrer Erkrankung und der Therapiezeit zusammen.

Beide meldeten sich bei Instagram an, um Kontakt zu anderen Frauen in unserer Situation zu bekommen. Um sich auszutauschen und mit der Hoffnung, Teil einer Gemeinschaft zu werden. Dort lernen sie sich kennen. Sie beschließen, etwas zu ändern und ein digitales Angebot zu schaffen – das Buusenkollektiv.

Rhea. Gründerin. Durch das Buusenkollektiv fanden wir unseren Weg, um mit der eigenen Erkrankung umzugehen und einen neuen Alltag nach Krebs. Unsere Vision ist, dass jede Frau, die die Diagnose erhält, durch die Arbeit des Buusenkollektivs aufgefangen und ermutigt wird und sich als Teil einer Gemeinschaft begreifen kann.
Claudi. Dabei seit 2023. Selbsthilfe bedeutet für mich: Austausch auf Augenhöhe – Teil einer Gemeinschaft zu sein, die trägt, versteht und stärkt.
Patti. Dabei seit 2024. Selbsthilfe bedeutet für mich: Die eigene Verletzlichkeit anzuerkennen, geduldig mit mir zu sein und gleichzeitig aktiv zu werden und etwas Gutes aus dieser Erfahrung entstehen zu lassen, für mich und für andere.
Lena. Gründerin. Wir wollten dem Krebs die Stirn bieten – laut, frech, wild und farbenfroh. Rückblickend betrachtet war die Gründung des Buusenkollektivs und die damit verbundenen Projekte eine eigene Form der Selbsthilfe.
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Unsere Angebote

Angebot 1: Tittie Talks. Wir kreieren gemeinsam, was wir vermissen: Austausch in sicherer Umgebung. Die Tittie-Talks sind unser innovatives Online-Format von Buusenfreundinnen für Buusenfreundinnen. Mehr als Selbsthilfe – hier wird gelebt, gelacht und dem Krebs getrotzt. Für Frauen mit oder nach Brustkrebs, jedes Mal mit neuem Thema – reden ist freiwillig. Unser Motto: „Die Tittie-Talks sind das, was ihr draus macht.“ Und das Beste: Alles bequem vom Sofa aus. Denn es findet online statt und das alle sechs Wochen um 20 Uhr. Das Angebot ist für dich kostenlos. Bitte vorab anmelden.
Angebot 2: Tittie-Tints. Viele Frauen zögern nach einer Operation, ihren Oberkörper zu berühren oder anzuschauen. Bei den Tittie-Tints entsteht ein geschützter, spielerischer Raum mit Fingerfarben, um dem eigenen Körper wieder näherzukommen. So wird aus der oft passiven Rolle der Patientin Schritt für Schritt die aktive Gestalterin – mit mehr Kontrolle, Selbstvertrauen und dem Austausch in einer Runde Gleichgesinnter. Es findet an verschiedenen Standorten statt und die Termine werden über die Homepage bekannt gegeben. Es können bis zu 20 Personen teilnehmen und es ist kostenlos. Bitte vorab anmelden.
Angebot 3: Whatsapp-Community. Hier triffst du Gleichgesinnte zum Austausch, Mitfühlen und Mitgestalten. In unserer Whats-App-Community findest du schnell Busenfreundinnen in deiner Nähe oder zu spezifischen Themen – von metastasiertem Brustkrebs bis Genträgerinnen. Werde Teil einer starken Gemeinschaft. Es findet online statt und ist ein dauerhaftes Angebot mit derzeit über tausend Teilnehmer:innen. Das Angebot ist für dich kostenlos.
Angebot 4: Kampagnen. Kampagne 1: TOUCH MY CANCER. WIE FÜHLT SICH BRUSTKREBS AN? Jeder Tumor fühlt sich anders an. Umso schwieriger ist es, zu wissen, wonach wir eigentlich suchen müssen, wenn wir unsere Brust abtasten. Das Wichtigste ist: Lerne deinen Körper und deine Brüste in jedem Alter kennen. Nur so bemerkst du Veränderungen frühzeitig. Drei akut erkrankte Brustkrebspatientinnen lassen eine ausgewählte Gruppe von Frauen ertasten, wie sich ihr Tumor anfühlt. Was löst diese Erfahrung in den Tastenden aus? Und wie verändert sich ihre Einstellung zum Thema Vorsorge? Das wollten wir wissen und begleiteten die Aktion Filmteam. Kampagne 2: LET YOUR SCARS SHINE Noch immer werden Narben versteckt, weil sie nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Wir wollen das ändern. Inspiriert von der japanischen Kintsugi Kunst, die Bruchstellen mit Gold veredelt, feiern wir Narben als Zeichen von Stärke und Individualität. Durch Kunst, Geschichten und öffentliche Diskussionen schaffen wir Raum für neue Perspektiven und fordern ein Schönheitsbild, das Vielfalt sichtbar macht. Das Ergebnis ist ein kraftvolles Booklet mit ausdrucksstarken Bildern und berührenden Geschichten. Es zeigt Frauen, die ihre Narben nicht verstecken, sondern sie als Teil ihrer Geschichte annehmen – als Symbol für Mut, Heilung und Neuanfang.
Angebot 5: eine von acht. AUTOBIOGRAFISCHE AUSSTELLUNG. eine von ACHT zeigt die Vielfalt und Schönheit von Frauenkörpern nach einer Brustkrebsdiagnose und Behandlung. Fotografien, Farbabdrücke, Gipsbüsten und ein Abtastvideo dokumentieren Momentaufnahmen der inneren und äußeren Metamorphosen, welche die an Krebs erkrankten Frauen durch die Diagnose und die dazugehörigen, zum Teil radikal in den Körper eingreifenden Therapieansätze durchleben. Sie vermitteln einen authentischen Einblick in die Erfahrungen, Gefühle und Hoffnungen von Frauen, die diese Krankheit überstanden oder noch damit zu kämpfen haben. Die Exponate sollen dabei aber nicht nur als Zeugnisse des Leidens und der Angst verstanden werden. Sie sollen sichtbar machen, dass auch Stärke, Zusammenhalt, Lebensfreude und Zuversicht Teil des individuellen Krankheitserlebens sein können.
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Dankeschön

Gemeinsam stark , gemeinsam groß. Liebe Buusenfreundinnen, danke für euer lautes, freches und wildes Engagement – ihr seid mit eurem Herz und Konfetti im Alltag ein unersetzlicher Anker in der Brustkrebs-Gemeinschaft.
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