“Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht zu Ende.”
Wie Lachen die Seele heilt
Kennst du diese Tage, an denen einfach alles schiefgeht? Du kommst zu spät aus dem Bett, verschüttest den Kaffee über dein Lieblingsshirt und dein Handy beschließt plötzlich, dass heute nicht sein Tag ist. Und genau in diesem Moment will jemand „nur mal kurz“ was von dir.
Wahrscheinlich denkst du dann nicht an Selbsthilfe, sondern eher daran, dich unter der Decke zu verstecken.
Aber genau hier kann Humor für dich zu einem echten Rettungsring werden. Nicht, um deine Probleme kleinzureden, sondern um dir selbst einen Moment Luft zu schenken. Denn Lachen bedeutet nicht, dass gerade alles gut ist, sondern dass du trotzdem weitermachst.
Was Selbsthilfe eigentlich bedeutet (und was nicht)
Meine Einstellung war lange: “Reiß dich zusammen, mach weiter, beschwer dich nicht.“ Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Dieses “Ich muss stark sein, sonst bricht alles zusammen.“
Aber das ist völliger bullshit. Dieser Anspruch hat mich eher fertig gemacht als geholfen.
Was ich für mich gelernt habe:
Selbsthilfe heißt, dass ich mich wichtig nehme.
Dass ich ernst nehme, wie es mir wirklich geht.
Dass ich versuche, mich wieder aufzurichten, egal wie oft ich vorher hingeflogen bin.
Und Humor ist für mich mittlerweile eines der nettesten Werkzeuge, die ich habe. Er sagt mir: ”Ja, es ist schwer, aber ich darf trotzdem einen Moment Leichtigkeit spüren.“
Warum Humor so gut für dich ist
Lachen ist Medizin und das ist kein Witz. Wenn du lachst, passieren im Körper viele kleine Wunder:
Dein Gehirn schüttet Glückshormone wie Endorphine und Dopamin aus.
Dein Stresslevel sinkt, weil weniger Cortisol produziert wird.
Deine Muskeln entspannen sich (ja, sogar die im Gesicht).
Und dein Immunsystem bekommt einen kleinen Energieschub.
Humor schafft für mich einen mini-kleinen Abstand zwischen mir und meinen Problemen. Und manchmal ist dieser Abstand genau das, was mir hilft, nicht unterzugehen.
Humor heißt nicht, Probleme zu ignorieren
Viele Menschen verwechseln Humor mit Oberflächlichkeit. Sie glauben: „Wenn ich über etwas lache, nehme ich es nicht ernst.“ Doch das Gegenteil stimmt.
Wenn du Humor richtig nutzt, sagst du:
“Ja, das Leben ist nicht perfekt, aber ich darf trotzdem lachen.”
Ein Beispiel: Du verpasst den Bus, rennst keuchend hinterher und du schwörst der Fahrer hat dich gesehen aber bleibt nicht stehen. Natürlich ist das ärgerlich. Aber du kannst entscheiden:
Variante A: “Immer ich! Nichts klappt!”
Variante B: “Na toll, wenigstens Sport gemacht!”
Die Situation ist dieselbe, aber dein Gefühl dazu verändert sich völlig.
Der Schatten des Humors: Wenn Lachen zur Vermeidung wird
Humor ist super hilfreich, aber er kann auch eine Falle sein, wenn man ihn falsch einsetzt. Manchmal nutzen Menschen Humor, um schwierige Gefühle oder Probleme zu verdrängen statt sie wirklich anzuschauen.
Zum Beispiel, wenn jemand bei ernsten Themen ständig Witze macht oder alles mit einem lockeren Spruch abtut, kann das bedeuten:
Die Person will sich vor Schmerz oder Angst schützen,
sie traut sich nicht, ehrlich mit sich selbst zu sein,
oder sie vermeidet wichtige Gespräche und Veränderungen.
In der Selbsthilfe ist es deshalb wichtig, Humor als Ergänzung zu sehen, nicht als Ersatz für echte Auseinandersetzung. Wenn man nur lacht und nie hinschaut, werden Probleme oft schlimmer statt besser.
Lachen als tägliches Selbsthilfe-Tool
Humor ist kein Allheilmittel, aber ein mächtiges Mittel, um das Leben leichter zu machen und die eigene innere Stärke zu fördern. Er ist jederzeit verfügbar, kostenfrei und bringt uns nicht nur Freude, sondern unterstützt auch die Selbstheilung.
Dabei ist es wichtig, Humor nicht als Verdrängung zu nutzen, sondern als Ergänzung zur echten Auseinandersetzung mit deinen Gefühlen und Herausforderungen.
Lachen bedeutet nicht, dass alles perfekt ist, sondern dass du dir erlaubst, auch in schweren Momenten Leichtigkeit zu finden. Humor ist deshalb keine Flucht, sondern eine mutige Haltung, die dir hilft, immer wieder aufzustehen und deinen eigenen Weg zu gehen.
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